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Die Stadt

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Schloss Bruneck

Um seine Gebiete im Pustertal zu schützen, erbaute der Brixner Bischof Bruno von Kirchberg auf einem in den Talkessel vorspringenden Hügel eine Burg und legte gleichzeitig den Grundstein für die spätere Stadt Bruneck.

Schloss BruneckSchloss Bruneck, das wie die Stadt den Namen des Gründers trägt, ist von einer starken Wehrmauer mit Türmen und Rondell umgeben. Es ist noch vollständig erhalten und bis heute - mit einer zeitlich ganz geringen Unterbrechung - im Besitz des Bischofs von Brixen (Bischöfliche Güterverwaltung).

Den Eingang im Süden, ursprünglich durch eine Zugbrücke erreichbar, bildet ein spätgotisches Portal mit Eselsrücken und der Jahrzahl 1584. Am darüberliegenden Torturm befindet sich ein Gusserker, darunter das Wappen des Bischofs Andreas von Österreich (1591 - 1600). Die übrigen Fresken sind verblasst.

Gleich innerhalb des Tores erhebt sich der einst freistehende gewaltige Bergfried, der älteste Teil der Burg, ursprünglich ein Wohnturm, was an der hochgelegenen zugemauerten Tür im Norden noch erkennbar ist. An ihn schließen sich die späteren Wohntrakte an. Die Bischöfe Albert von Enna (1323 - 1326) und Ulrich Putsch (1427 - 1437) erweiterten den Bau, der unter Bischof Christoph von Schroffenstein (1509 - 1521) ungefähr seine heutige Gestalt erhielt.

Den Nordeingang erreicht man über eine erst später erbaute Stiege. Das Tor trägt die Jahrzahl 1616. Durch ein großes Rundtor, das als Aufsatz ein von zwei Löwen gehaltenes Wappen des Bischofs Andreas von Spaur zeigt, gelangt man in den Innenhof. Gleich rechter Hand führt eine gemauerte Freitreppe in den Palas. An der Seite ist das Wappen des Bischofs von Schroffenstein mit der Jahrzahl 1519 zu sehen. An dieser Seite liegt ebenerdig ein größerer Saal, der wie die Fürstenzimmer in den oberen Stockwerken um 1900 nicht sehr glücklich restauriert wurde.

An der linken Seite des Hofes schließt sich an die Innenseite des Turmes ein weiterer Wohntrakt an, einst die Wohnung des Schlosshauptmannes. An der Mauer haben mehrere Bischöfe ihre Wappen angebracht. Im Westen führt ein Wendelstiegenturm in die oberen Räume, die mit Ausnahme der Kapelle und der Fürstenzimmer keine Besonderheiten zeigen. Über dem Tor mit dem Andreaskreuz und der Jahreszahl 1602 sieht man das polychrome Wappen Christophs von Schroffenstein, an der Wand die Wappen der Bischöfe Spaur und Welsperg.

Schloss Bruneck wurde nie von einem Feind erobert. Dem Streit zwischen Herzog Sigismund, dem Landesfürsten von Tirol, und dem Bischof Nikolaus Cusanus, der auf Schloss Bruneck im Jahre 1460 seinen Höhepunkt erreicht hatte, gingen nur einige Auseinandersetzungen vor und in der Stadt voraus und auch die Besetzung durch die bayrische Verwaltung 1806 ging friedlich vor sich.