Für Umweltstadträtin Stefanie Peintner sind die Veranstaltungen und Initiativen im Rahmen des Klimamonats 2026 ein guter Anlass, um über Mobilität zu sprechen. Denn ob Bruneck seine Klimaziele erreicht, entscheidet sich auch auf unseren täglichen Wegen zur Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen und zur Freizeitgestaltung.
Wege, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigt werden, müssen sicher sein und auf den öffentlichen Verkehr muss Verlass sein. „Die Menschen wollen wissen, ob ihr Kind sicher zur Schule kommt, ob der Citybus gut erreichbar ist und ob man mit dem Rad ohne gefährliche Unterbrechungen ans Ziel gelangt. Genau daran arbeiten wir. Einige Verbesserungen sind bereits umgesetzt, an anderen Stellen müssen wir noch besser werden”, sagt Mobilitätsstadtrat Hannes Niederkofler.
Der Citybus für die Alltagswege
Der Citybus verbindet das Zentrum mit den Fraktionen und ist für viele längst Teil des Alltags. Entscheidend ist, dass die Haltestelle nahe genug liegt, der Bus regelmäßig fährt und man nicht unnötig lange unterwegs ist. Deshalb arbeitet die Gemeinde mit der STA und dem Betreiber laufend an besseren Streckenführungen, passenden Haltestellen und deren Überdachung.
Sicher zu Fuß und mit dem Rad
Ein Radweg hilft wenig, wenn er an der nächsten gefährlichen Kreuzung endet. Geplant sind deshalb weitere Verbindungen von Bruneck nach Pfalzen und Percha sowie von Reischach über die Sportzone nach Stefansdorf. Für die Verbindung nach Percha wird im Bereich Luns auch eine sichere Unterführung für den Radverkehr ins Auge gefasst. Die Verbindung zwischen Aufhofen und Dietenheim soll breiter werden. Beim künftigen Wohnviertel auf dem ehemaligen Kasernenareal ist zudem ein Fuß- und Radweg zur Schulzone und zur Gewerbezone West vorgesehen. So entstehen Wege, die auch Kindern sicher nutzen können.
Die Gemeindeverwaltung hat bei sich selbst begonnen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewältigen die Dienstwege soweit möglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Durch große Flexibilität in den Arbeitszeiten haben sie zudem die Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel für den Arbeitsweg zu nutzen.
Weniger Durchzugsverkehr, mehr Platz für Menschen
Seit Juni 2026 gilt im Brunecker Stadtgebiet Tempo 30. Gerade dort, wo Kinder die Straße queren oder viele Menschen zu Fuß und mit dem Rad unterwegs sind, kann eine geringere Geschwindigkeit einen spürbaren Unterschied machen. Zugleich wird der Verkehr ruhiger und der Lärm geringer.
Der Graben wird bei Veranstaltungen für den Individualverkehr geschlossen. Es wird erhoben, wie sich diese Maßnahme für Anrainerinnen und Anrainer, Betriebe, Besucherinnen und Besucher auswirkt und was auf den umliegenden Straßen passiert. Über eine dauerhafte Schließung kann erst entschieden werden, wenn die Maßnahmen des Verkehrskonzepts in diesen Straßen umgesetzt sind.
“Mobilität ist entscheidend dafür, wie sich unsere Stadt anfühlt. Weniger Verkehr im Zentrum schafft Raum zum Gehen und Verweilen. Mehr Bäume, Schatten und begrünte Flächen machen öffentliche Plätze gerade an heißen Tagen angenehmer”, so Satdträtin Peintner. Öffentliche Plätze werden so gestaltet, dass Menschen dort gerne verweilen, ohne etwas konsumieren zu müssen: mehr Grün, Sitzmöglichkeiten und Flächen, auf denen Regenwasser versickern kann.