Trinkwasser in Bruneck: Stadtwerke und Gemeinde informieren

Zunächst die gute Nachricht: Trotz des Wachstums in allen Branchen, einschließlich Tourismus, ist der...

Veröffentlichungsdatum:

29.07.2026

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Zunächst die gute Nachricht: Trotz des Wachstums in allen Branchen, einschließlich Tourismus, ist der Wasserverbrauch im Brunecker Gemeindegebiet in den letzten 15 Jahren nicht gestiegen. Daraus lässt sich schließen, dass generell schonend mit dem kostbaren Gut umgegangen wird. 

Um den tageszeitlich unterschiedlichen Trinkwasserbedarf bzw. die Löschwasserreserve decken zu können, sind im Verteilungsnetz der Stadtwerke Bruneck insgesamt acht untereinander verbundene Trinkwasserspeicher vorhanden. Ihr gesamtes maximales Fassungsvermögen beträgt 8.960 m³.
Bis vor 15 Jahren gehörten die Tiefbrunnen – Bruneck verfügt über zwei – zur Standardversorgung mit Trinkwasser. Jetzt sind sie nur mehr zur Notversorgung da, weil es ausreichend konzessionierte Quellableitungen gibt. Die Tiefbrunnen haben eine Förderkapazität von jeweils 100 l/s und werden automatisch aktiviert, sobald der Hauptwasserspeicher am Stegener Berg unter eine vorgegebene Füllmenge absinkt. Dies passiert lediglich einige wenige Tage im Jahr, und zwar bei länger andauernder Trockenheit. Durch den schneearmen Winter und die außergewöhnlich große Hitze im Frühling kam es im Mai 2026 an wenigen Tagen zum Einsatz der Tiefbrunnen. Bei Bedarf sind somit allein diese zwei Tiefbrunnen im Stande ganz Bruneck zu versorgen. 
Die Stadtwerke Bruneck und die Gemeinde verfolgen das klare Ziel, die Bevölkerung auch langfristig und vorrangig mit hochwertigem Quellwasser zu versorgen. Die bestehenden Tiefbrunnen bleiben strategische Reserve und dienen der Absicherung der Wasserversorgung in außergewöhnlichen Situationen. „Um die Versorgungssicherheit auch unter den Herausforderungen des Klimawandels und steigender Anforderungen nachhaltig zu gewährleisten, prüfen wir zusätzlich Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit und Vernetzung mit angrenzenden Gemeinden“, erklärt Bürgermeister Bruno Wolf und ergänzt: „Gleichzeitig investieren die Stadtwerke sowie die örtlichen Trinkwassergenossenschaften laufend in die Modernisierung und Optimierung des Leitungsnetzes und der technischen Anlagen, um eine sichere, qualitativ hochwertige und zukunftsfähige Trinkwasserversorgung für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.“
„Parallel zum Bau des Fernwärmenetzes ab dem Jahr 2001 wurde auch das städtische Trinkwassernetz erneuert. In Bruneck gibt es keine Hauptleitungen mehr, die aus Eisenrohren bestehen. Die Netzverluste liegen lediglich bei ca. 5 %. Dieser Wert ist in den letzten Jahren konstant geblieben und gilt im Vergleich zum italienischen Durchschnitt, der bei 40 % liegt, als ausgezeichnet“, berichtet der Generaldirektor der Stadtwerke Gustav Mischi. 

Das Thema Wasser spielt unabhängig von Notsituationen in der Stadtverwaltung eine bedeutende Rolle, da es eine endliche Ressource ist. Im Zuge der Erstellung des 2025 genehmigten Gemeindeentwicklungsprogramms wurde das Entwicklungspotential der Stadt in den Bereichen Wohnen, Gewerbe, Tourismus, Landwirtschaft und öffentliche Infrastrukturen auch im Hinblick auf die Ressource Wasser analysiert und bewertet. Umweltstadträtin Stefanie Peintner und Stadtrat Hannes Niederkofler, der unter anderem für Gemeindeplanung und Landwirtschaft zuständig ist, sehen den achtsamen Umgang mit Wasser als interdisziplinäre Aufgabe. 


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Zuletzt aktualisiert: 30.07.2026, 10:17 Uhr

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